MKL S06E06: Schulstart

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Patricia Cammarata
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Caspar Clemens Mierau

Patricia und Caspar reden anlässlich des Schulstarts über ihre Erfahrungen mit der Organisation in und um die Schule.

Die Beschaffung von Büchern, Materialien, Sammelaktionen für Geld, E-Mails (elektronisch und gedruckt), Krankschreibungen, Vertretungsplänen und nicht endgültig verschwinden wollenden Muttihefte bilden den Hintergrund für das Gespräch. Mit derzeit insgesamt fünf Kindern an vier Schulen und einigen Schulwechseln in den letzten Jahren haben sich so einige Anekdoten angesammelt, die ein wenig strukturiert werden, um für eine hoffentlich für alle Beteiligten in Zukunft entspanntere Zeit zu plädieren.


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Veröffentlicht am 10.10.2022.

10 Gedanken zu „MKL S06E06: Schulstart

  1. Die Formulierung „Muttiheft“ ist halt komplett von einem kleinen Kind aus gedacht.
    Ein „Muttiheft“ ist für eine ErstklässlerIn unter den vielen neuen Heften und Büchern, die es jetzt überblicken muss, viel leichter und vor allem emotionaler identifizierbar als ein „Mitteilungsheft“.
    Mit diesem Blick finde ich die Formulierung wirklich schön.
    Ein Mutti-und Vatiheft“ oder ein „Mama-und Papaheft“ passen da natürlich auch!!!
    LG !

  2. Hallo, ich bin Deutsche und wohne in den Niederlanden. Mein Kind geht auf eine niederlaendische Grundschule. Hier laeuft eigentlich alle Kommunikation mit der Schule ueber eine App (https://www.schoudercom.nl/m, sorry, alles auf Niederlaendisch). So kenne ich das auch schon vom niederlaendischen Kindergarten, da hatten wir auch eine App (https://konnect.nl/). Ich kenne mich jetzt nur mit einem Kindergarten und einer Schule aus, aber wenn ich mit meinen Kollegen rede, habe ich den Eindruck dass viele Organisationen von einer App Gebrauch machen. Ich finde es sehr praktisch. Man kann Nachrichten verschicken und lesen, das Kind abmelden etc.
    Danke fuer die interessante Folge! Jetzt ist mir erst bewusst, wie gut es bei uns eigentlich laeuft mit der Schulkommunikation.

  3. Hier mal „Senf dazu“ aus der Perspektive einer noch jungen Lehrerin (hier Baden-Württemberg):
    Ihr habt in vielen Punkten so recht. Es KÖNNTE so vieles so viel einfacher und vereinheitlicht sein.
    Gerne würde ich (und habe ich auch schon) Arbeitsmaterial und vor allem meine Material-Sonderwünsche im Klassensatz (und dadurch günstiger) für die Schüler*innen bestellen. Da die Schulstruktur für solche Dinge kein Bankkonto und Etat vorsieht, muss ich hierfür mein privates Geld vorstrecken und den Eltern danach mühsam hinterherrennen. Und ja, für mich bedeutet eine Großbestellung mehr Arbeitszeit als nur eine Liste zu tippen und rauszugeben. Zeit, die an anderer Stelle dann wieder fehlt.
    Auch Geld einsammeln für Klassenkasse, Ausflug etc. geht nur in bar, da ich sonst mein eigenes Paypal- und/oder Bankkonto dafür angeben müsste, was ich nicht will und auch gar nicht einsehe.
    Ich meine, welche Firma verlangt das von ihren Mitarbeiter*innen?

    Für die Entwicklung schuleinheitlicher Leitlinien zur Kommunikation etc. ist schlichtweg keine Arbeitszeit und auch kein Fachpersonal vorgesehen. Pädagogische Tage, Fortbildungen, Schulentwicklungsgruppen etc. sollen sich vorrangig pädagogisch-didaktischen Themen widmen. „Medien“ sind da zwar immer irgendwo mit drin, aber mehr auf den Unterricht bezogen. Für die Weiterentwicklung der organisatorischen Strukturen fehlt uns die Ausbildung und wir bekommen dafür auch keine Unterstützung durch Verwaltungs-Fachpersonal, das mit uns entsprechende Strukturen entwickelt. Und dann gibt es ja überall die „alteingesessenen“ Kolleg*innen, die sich oftmals weigern, „sowas“ auf ihre alten Tage überhaupt noch anzufangen.

    Jede Lehrkraft, die in den von euch angesprochenen Punkten gut organisiert ist, hat sich dieses Wissen und die Strukturen hauptsächlich in ihrer Freizeit (z.B. über die Insta- und Twitter-Lehrerbubble) oder auch in schulfernen Bereichen (ich zum Beispiel durch die Vorstandsarbeit im Musikverein) angeeignet. Um nur Beispiele zu nennen: digitale Aufgabenliste, Vorlagen für Besprechungsprotokolle, Leitung/Moderation von Besprechungen usw.

    Das ganze Thema frustriert also nicht nur euch Eltern, sondern auch viele Lehrkräfte.

  4. Unser Kind geht in die erste Klasse einer privaten Schule. Wir haben eine kurze Liste mit benötigten Materialien bekommen, den Rest (Bücher, Hefte) hat die Schule besorgt. Die Kommunikation zwischen Lehrer:innen und Eltern läuft über die App Sdui, was super klappt. Wir kriegen vergleichsweise viel mit (Wochenberichte, Fotos von Ausflügen) und kriegen auch schnell Antworten auf Fragen. Krankmeldung per one-click-Lösung. Die Klagen einiger Eltern, die bestimmte Chat-Komfort-Funktionen vermissen, die sie von Whatsapp etc. kennen, sind ja lächerlich im Vergleich zu dem Grauen, das ihr hier schildert. Danke für diesen Einblick!

  5. Unsere Schule benutzt das Tool Elternportal. Dort gibt es: Elternbriefe, den Stundenplan, den Vertretungsplan, Termine, auch von Arbeiten, darüber laufen Krankmeldungen, es kann mit einzelnen Lehrkräften kommuniziert werden. Nur manchmal müssen noch Zettel ausgedruckt und ausgefüllt abgegeben werden. Kleine Geldbeträge werden vom Konto abgebucht. Ab der 8. Klasse ist digitale Heftführung und die Verwendung von eBooks erlaubt. Wir sind damit sehr zufrieden!

  6. Korrektur: es gibt IPad-Klassen, die haben ab der 5. Klasse eBooks.
    Ergänzung zum Vertretungsplan: Vormittags fallen nie Stunden aus, sondern werden immer vertreten. Nur Nachmittagsunterricht kann ausfallen.

  7. Ich verstehe überhaupt nicht, warum Schulbücher nicht gleich mit Umschlägen geliefert werden / ein standardisiertes Format haben, für das leicht Umschläge zu kaufen sind / bei Leihbüchern nicht Umschläge dranbleiben dürfen, wenn sie wieder abgegeben werden. Schulbücher einschlagen ist bei uns die mit Abstand unbeliebteste Aufgabe im August – alle Jahre wieder.

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